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Neubau Innerstädtische Nachverdichtung – Q21

 

Preise + Auszeichnungen
  • Häuser Award  2009
  • EUROPAHOUSE AWARD 2009
  • Deutscher Bauherrenpreis 2010
  • Deutscher Städtebaupreis 2010
  • Vorbildliche Bauten in NRW  2010
  • Kölner Architekturpreis 2010
  • Stadt Bauen. Stadt Leben 2012
  • Landes Architektur, Wohnungs- und Städtebau NRW 2012
Kenndaten

Bruttorauminhalt gesamt: 9.088 m³
Bruttogrundfläche: 1.777 m² (ohne Keller)
Anzahl der WE: 15 WE
Wohnfläche: 1.525 m²
Größe der Wohneinheiten: von 65 m²bis 145 m² ( mehrheitlich zwischen 100 m² – 128 m²)
Individuelle Grundrisse: Splitlevel, Maisonette, Stadthäuser, Etagenwohnungen
Differenzierte individuelle Freibereiche: Innenhöfe, Dachterrassen, Terrassen, zum Teil verfügen die Wohnungen über 3 private Außenbereiche
Geschosshöhe: von 2,70m - 4,50 m (4,50 m teilweise im Erdgeschoss)
Hofbereich: 800 m² (Kinderspielplatz + Zufahrt TG + Erschließung der Wohneinheiten)
Tiefgarage: 620 m²
Anzahl der Stellplätze/Doppelparker: 39, teilweise mit direktem Zugang zu den Wohnungen
Aufzug: 1 Aufzug Pimärenergiebedarf: 69,0 kWh/m²p.a.
Spez. Transmissionswäreverlust: 0,66 W/m²p.a.

Projektbeschreibung

Bestandssituation
Eine Grundstücksfläche, eigentlich eine vernachlässigte Hoffläche, war bebaut mit zufälligen, eingeschossigen Gebäuden, in denen verschiedene Dienstleistungen und ein Fitness Studio untergebracht waren. Eine asphaltierte Fläche wurde als Parkplatz genutzt. Diese typischen Nutzungen in einem innerstädtischen Hinterhof, ohne jegliche Qualität, konnten dem potenzial des Ortes nicht gerecht werden.

Konzeptidee
Aus diesem Grund entstand, durch die Initiative, des Bauherren, Herrn Grunsch, G.I.C. Grunsch Immobilien Consulting GmbH,  die Konzeptidee, für diese vernachlässigte Innenhoffläche, eine Wohnbebauung mit  Anspruch, zu entwickeln. Um eine optimale Planung, sowie eine Gestaltung, die sich von der üblichen
Investorenarchitektur deutlich abheben sollte, sicherzustellen wurde ein Wettbewerb, mit zuvor ausgewählten Architekturbüros, durchgeführt. Der Entwurf der zu dem realisierten Projekt führte setzte sich durch und wurde mit dem Planungsbüro Heck umgesetzt.

Die städtebauliche Struktur und Gliederung dieser innerstädtischen Nachverdichtung sind zum einen darin begründet, dass der Innenhof eine ausreichende Größe hat. Die neue Bebauung umschließt das Grundstück mit einer Grenzbebauung, dadurch kann sie, zur mittigen Freifläche, als Platzrandbebauung definiert werden.
Eines der wichtigen Kriterien war, den vorhandenen Blockrand mit einzubeziehen, dies konnte durch eine differenzierte Höhenentwicklung der neuen Gebäude realisiert werden. Eine urbane Verflechtung ist zwischen den vielfältigen Blickbeziehung innerhalb der Neubebauung sowie zu der bestehenden Blockstruktur entstanden. 

Hinter der Fassade der Platzbebauung in der Tiefe der Gebäude wurde eine zweite Schicht geplant, die der verborgenen Außenbereiche. Grüne Höfe im Erdgeschoss, Zwischenterrassen im 1. Obergeschoss und Dachterrassen entstanden. Die gleichermaßen introvertierten wie offenen Außenbereiche stellen eine Privatsphäre und eine große Wohnqualität, innerhalb der städtischen Verdichtung her.

Aus dem ehemaligen Hinterhof wurde nun ein lebenswerter Ort, der sowohl die Bewohner als auch die Anwohner, an den neuen Qualitäten teilhaben lässt. 

Architektonische Idee | Grundrissgestaltung
Die innerstädtische Wohnbebauung, erhält seine Balance aus der Anordnung der Gebäude in der Höhe und der Tiefe und der dadurch möglich gewordenen differenzierten Wohnqualität.   
Die Grundrisse sind auf Grund der besonderen Belichtungssituationen vielfältig organisiert, als Splitlevel, als Maisonettewohnungen und mehrgeschossige Wohnungen in Stadthäusern. Durch die Flexibilität der Grundrisse sind viele Wohnformen möglich ebenso auch die Nutzung als Arbeitsplatz. Entsprechend der Gebäudetypologie handelt es sich um zwei- und dreigeschossige sowie einem viergeschossigen Wohngebäude jeweils mit zurückgesetzten Dachstudios. Das viergeschossige Gebäude wird durch einen als Baukörper sichtbar angeordneten Aufzug erschlossen, somit sind diese Wohnungen behinderten gerecht erschlossen. Als weiteres städtisches Merkmal ist fast jede Wohneinheit direkt mit der Tiefgarage verbunden und durch diese erschlossen. Durch eine homogene Farbgebung, bestehend aus einer anthrazitfarbenen Putzfassade
und orangefarbenen Dachaufbauten, erhält das Ensemble eine akzentuierte Eigenständigkeit. Die schwarzen Fassaden bilden die absolute Ruhe in der permanenten Bewegung der Stadt und das Schwarz transzendiert das Licht in den Innenraum. Im Außenraum wird diese Qualität in Form eines offenen begrünten Innenhofes sowie der angrenzenden privaten Freiräume fortgesetzt.

Bewohnerstruktur
Die Bewohner, die gleichzeitig Eigentümer der Wohnungen sind, spiegeln die variablen Nutzungsmöglichkeiten wieder. Es sind hauptsächlich Personen ohne Kinder, freiberuflich arbeitend.

Außenraum
Der Innenhof wurde trotz Tiefgaragenzufahrt und Aufstellfläche für die Feuerwehrzufahrt als grüne Freifläche gestaltet. Anthrazitfarbene überdimensionierte Betonplatten durchwebt mit Streifen von Begrünung und farbigen Blütenfeldern stellen ein angemessenes Verhältnis von Freiraum zu der Bebauung da. Vor den Wohneinheiten sind Bereiche, für die individuelle Nutzung vorgesehen, die gleichzeitig als Abstandhalter gegenüber der Öffentlichkeit zu verstehen sind.

Links

http://www.competitionline.com/de/projekte/50196/per/post/64368
http://bauwatch.koelnarchitektur.de/pages/de/architekturfuehrer/96.quartier_21.htmm
https://land.nrw/de/pressemitteilung/verleihung-des-landespreises-fuer-architektur-wohnungs-und-staedtebau-nrw-2012 http://www.haus-der-architektur-koeln.de/1545.98.html
http://www.koelnarchitektur.de/pages/de/home/news_archiv/2765.htm
http://www.cube-magazin.de/koeln-bonn-aktuell//article/landespreis-fuer-architektur-wohnungs-und-staedtebau-nrw-2012.html
http://static.schoener-wohnen.de/a5/3b/hs200902036_gr.pdf
http://www.houzz.de/pro/ute-piroeth/ute-piroeth-architektur?irs=US